Allensteiner Straße 5

 


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Wachstum...

 

Stadtentwicklung

1958 hatte München eine Million Einwohner. Die Kriegszerstörungen waren beseitigt, doch die Wohnungsnot hielt unvermindert an. So entstand ein Gesamtplan zur Behebung der Wohnungsnot, in dessen Folge außerhalb der Kernstadt Großsiedlungen, unter anderem 3000 neue Wohneinheiten in Englschalking (Cosima- und Fideliopark), 1800 in Johanneskirchen entstanden. Dieser städtebaulichen Entwicklung und der damit wachsender Zahl evangelischer Gemeindemitglieder trug das Dekanat München Rechnung, indem in schneller Folge von der evangelischen Gemeinde Dreieinigkeit Bogenhausen Kirchengemeinden wie Nazareth, Immanuel und Oberföhring abgespalten wurden und eigene Gemeindezentren erhielten. So wurde 1965 der Grundstein zur neuen Immanuelkirche in der Allensteiner Straße 7 gelegt, die den 1937 erbauten und viel zu klein gewordenen Betsaal ersetzte.

 

Nordost-Konzept

1988 beschloss der Stadtrat ein umfangreiches städtebauliches und landschaftliches Strukturkonzept auf Basis des Stadtentwicklungsplans von 1983. Aus diesem geht hervor, dass das Gebiet Daglfing-Nord und Johanneskirchen-Ost einen Schwerpunkt künftiger Siedlungstätigkeit bilden wird. Mittel- und langfristig ist die Erstellung von etwa 12.000 Wohneinheiten möglich.

 

Perspektiven

Der Stadtbezirk 13 ist mit 31.000 Hektar flächenmäßig der drittgrößte Stadtbezirk Münchens. Die Einwohnerdichte mit 35 Personen auf einem Hektar ist vergleichsweise gering. Während die Bevölkerung in der Innenstadt rückläufig ist oder stagniert, wächst sie in den Außenbereichen weiter, ohne dass die entsprechende Infrastruktur vorhanden wäre, insbesondere fehlen Jugend- und Senioreneinrichtungen. Gerade in Denning, einer typischen Einfamilienhaus-gegend, wird in den kommenden Jahren stark nachverdichtet. Kleine Einfamilienhäuser weichen Doppel- und Mehrfamilienhäusern. Östlich der Bahn wurden 2002 die Mehrfamilienhäuser der Reiterhöfe fertiggestellt. Festzustellen ist, dass die soziale Infrastruktur auch hier dem Stadtdurchschnitt hinterherhinkt.

 


... und Raumnot

 

Immanuelgemeinde

 

Immanuel hat rund 5200 Gemeindemitglieder (einschließlich Gemeindeglieder mit 2. Wohnsitz; Stand 2003). Ihnen stehen an Räumen für Gemeindeaktivitäten zur Verfügung:

 

*  Gemeindesaal: 86 qm²

*  „Wohnzimmer“ (Gruppenraum): 26²

*  3 Jugendräume (Jugendhaus): je 23 qm²

*  Diakoniebüro I: 7,4 qm²

*  Diakoniebüro II (Mansardenraum Kirchenempore): 18 qm²

 

Folgen:

 

*  45 aktive Gruppen und Kreise füllen den Belegungsplan der Räume voll aus, oft kommt es zu Terminüberschneidungen. Neubildungen von Gruppen mit regelmäßigen Treffen sind momentan gar nicht möglich. Veranstaltungen außerhalb der bestehenden Veranstaltungsreihen oder zeitlich begrenzte Projekte (zum Beispiel das Adventskinderchorprojekt) sind aus Platzmangel nur schwer realisierbar

*  der Gemeindesaal kann aufgrund der starken Auslastung durch die Gruppen nicht für weitere Aktivitäten (Geburtstagsfeiern, Jubiläen etc.) den Gemeindemitgliedern zur Verfügung gestellt werden

*  Auslagerung der Bibelgesprächskreise in Privaträume

*  Wartezeiten für die Krabbelgruppen von bis zu einem Jahr

*  Nachbargemeindliche Aktionen wie ökumenische Treffen, gemeinsame Diskussionsrunden, Veranstaltungen für Erwachsene oder Senioren aus verschiedenen Gemeinden können kaum in Immanuel stattfinden

 

Fazit:

 

Das Gemeindeleben in Immanuel ist aufgrund der geschilderten Raumnot stark eingeschränkt. Innovativem und Kreativem sind Grenzen gesetzt. Eine Anbindung an evangelische und katholische Nachbargemeinden mit gemeinsamen Aktionen, Feiern, Treffen, ist im Immanuel-Gemeindezentrum schwierig durchzuführen.

 

 

Zukunftsperspektiven für Immanuel

 

Am 21.März 2003 fand in Immanuel ein Kreativworkshop zum Thema „Erwerb des Nachbargrundstücks Allensteiner Straße 5“ statt. Dabei wurde ein Dreistufenplan entwickelt, der kurz-, mittel- und langfristig die Nutzung der neuen Raummöglichkeiten aufzeigt.

 

1.Stufe: sofortige Nutzungsmöglichkeit nach Ankauf des Grundstücks

*  Verlegung der Verwaltung der Diakoniestation. Der dadurch freigewordene Raum im Emporenbereich steht wieder der Kirchenmusik (Arbeitsraum Kantor, Notenmaterial, Archiv, Instrumente, Notenpulte) zur Verfügung

*  Im Einsatzleitungsbüro der Diakonie im Erdgeschoss werden die bis jetzt im Gemeindesaal verstauten Materialien untergebracht. Damit wird der Gemeindesaal optisch und tatsächlich vergrößert, was unter anderem der beengenden Situation bei Proben der Kantorei (75 Mitglieder) zugute kommt

 

2.Stufe: Komplettnutzung des Gebäudes

*  Verlegung des gesamten Verwaltungskomplexes (Pfarrbüro, Amtszimmer Besprechungsraum). Die dadurch freigewordenen Räume stehen für weitere Gemeindeaktivitäten zur Verfügung

 

3.Stufe: visionär

*  Abriss des Gebäudes Allensteiner Straße 5 und Neubau eines Gemeindehauskomplexes mit Integrierung der bestehenden Gebäude

 

Mehr Raum in Immanuel bedeutet mehr Raum für Menschen

in der Gemeinde  -  in der Nachbarschaft  -  im Stadtviertel

 

© Dezember 2003, KreativTeamÖffentlichkeitsarbeit Immanuelkirche  -  all rights reserved

Kontakt: webmaster@immanuelkirche-muenchen.de